Farbtypen

Die Theorie der Jahreszeitentypen wurde von dem Schweizer Maler Johannes Itten entwickelt. Er war der Erste, der die Eigenschaften von Farben mit dem äußeren Erscheinungsbild des Menschen verband. Er schuf vier Farbtypen und benannte sie nach den Jahreszeiten: Winter, Frühling, Herbst und Sommer. Der Maler beobachtete, dass seine Schüler im Unterricht Farbwelten verwendeten, die ihrem äußeren Erscheinungsbild ähnelten.

Später begann Carole Jackson, diese Theorie in eine praktischere Form zu bringen, und schrieb das Buch Color Me Beautiful, in dem sie das System der Farbanalyse ausführlich beschrieb. Das waren die Anfänge der Farbberatungs-Systeme und Farbtypen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren weltweit immer populärer wurden – bis heute.

Die Einordnung in einen Farbtyp basiert auf unseren eigenen körperlichen Merkmalen: der Farbe unseres Hauttons, unserer natürlichen Haarfarbe und unserer Augenfarbe.

Sicher hast du auch schon bemerkt, dass manche Farben dich frisch und strahlend wirken lassen, während andere dich blass, fahl oder müde erscheinen lassen. Vorteilhafte Farben lenken den Blick immer auf das Gesicht und die Augen, sie heben dich hervor, während unvorteilhafte Farben vom Gesicht ablenken.

Der Grund dafür ist: Wenn wir Farbtöne tragen, die mit unseren natürlichen körperlichen Gegebenheiten harmonieren, entsteht ein harmonischer Gesamteindruck. Tragen wir jedoch Farben, die im Gegensatz zu unserer eigenen Farbwelt stehen, wirkt das Gesamtbild disharmonisch.

In meinen Beratungen arbeite ich mit dem 12-Farbtyp-System. Jede Frau und jeder Mann lässt sich einem der 12 Farbtypen eindeutig zuordnen.

Wobei hilft es uns, unseren Farbtyp zu kennen?

Es hilft bei der Auswahl der Kleidungsstücke und dabei, welche Farbtöne wir tragen sollten. Es unterstützt uns bei der Auswahl der passenden Make-up-Produkte. Es hilft auch bei der Bestimmung der idealen Schmuckfarben, Accessoires und Brillenfassungen – und ebenso bei der Wahl der richtigen Haarfarbe, wenn eine Färbung bevorsteht.

Wobei hilft es uns, unseren Farbtyp zu kennen?
Hautton
Hautton

Die Farbnuance unserer Haut wird durch die Pigmente der Pigmentzellen bestimmt. Für die Bestimmung unseres Farbtyps ist der Hautton am bedeutendsten, denn unsere Haut bildet die größte Fläche unseres Körpers.
Bei der Einordnung in einen Farbtyp unterscheiden wir zwischen kühlen, rosigen – also kalten – Hauttönen sowie goldigen, pfirsichfarbenen oder olivfarbenen – also warmen – Hauttönen.

Augenfarbe
Augenfarbe

Bei der Einordnung des Farbtyps ist die Bestimmung der Augenfarbe sehr wichtig. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen stark pigmentierten Augenfarben – zum Beispiel strahlendem Blau, intensivem Braun, leuchtendem Grün – sowie schwächer pigmentierten, undefinierten Augenfarben wie Grau-Blau, Grau-Grün oder Grau-Braun.

Haarfarbe
Haarfarbe

Die Farbe unseres Haares wird durch die Pigmente bestimmt, die in den Haarfasern produziert werden. Unsere Haarfarbe kann eher aschig, perlmuttartig und kühl wirken, oder warm, goldig beziehungsweise kupferfarben.

Jede Farbe hat kalte und warme Nuancen. Beim Rotton zum Beispiel gilt: Je mehr Blau wir dem Rot beimischen, desto kühler wird es – so entsteht etwa Kirschrot. Je stärker es hingegen in Richtung Orange geht, desto wärmer wird der Farbton – wie Mohnrot oder Tomatenrot.

Wer von Natur aus kühle Farben trägt – etwa rosigen Hautton, aschbraunes Haar und Augen in einem kühlen Blauton –, dem stehen auch die kühlen Farbtöne am besten. Denn genau diese Nuancen harmonieren mit den eigenen körperlichen Merkmalen.

Wintertyp

Wintertyp

Farben: kühl, klar, kräftig, dunkel

Merkmale: dramatisch, kontrastreich, eindeutig

Hautton: rosig, kühles Oliv, kühles Neutral, Porzellanteint

Haarfarbe: aschbraun, dunkelbraun, schwarz, blauschwarz

Augenfarbe: stark pigmentierte, leuchtende Augen – klares Blau, Grün oder Braun

Die schönsten Farben des Wintertyps: Königsblau, Tannengrün, Blauviolett, Magenta, Fuchsia, Pink, reines Zitronengelb, Rubinrot, Schwarz, Veilchenblau, Eisrosa

Untertypen des Wintertyps: Kühler Winter (Winter-Sommer), Dunkler Winter (Winter-Herbst), Klarer/Leuchtender Winter (Winter-Frühling)

Sommer­typ

Sommer­typ

Farben: kühl, weich, hell

Merkmale: märchenhaft, pastellig, romantisch

Hautton: kühles Beige, kühles Rosé, neutrales Elfenbein, neutrales Beige

Haarfarbe: aschblond, helles kühles Blond, graubraun, aschbraun

Augenfarbe: schwächer pigmentierte Augenfarben – Grau-Grün, Grau-Blau, Grau-Braun

Die schönsten Farben des Sommertyps: Babyblau, Babyrosa, Grau, Blaugrau, Mintgrün, Lavendel, Fliederlila, Mitternachtsblau, Cremeweiß, Himbeerrot

Untertypen des Sommertyps: Kühler Sommer (Sommer–Winter), Heller Sommer (Sommer–Frühling), Weicher Sommer (Sommer–Herbst)

Herbsttyp

Herbsttyp

Farben: warm, weich, dunkel

Merkmale: golden, mediterran, zauberhaft

Hautton: warmes Beige, mediterran/kreol, warmes Pfirsich, warmes Oliv

Haarfarbe: Honigbraun, Kastanienbraun, Kupferrot, Mahagoni

Augenfarbe: Oliv, Haselnussbraun, Goldbraun, Dunkelbraun, Schwarz, Pfauenblau

Die schönsten Farben des Herbsttyps: Zimt, Goldbraun, Olivgrün, Tomatenrot, Kamelfarbe, Orange, Ocker, rötliches Orange, Ölblau

Untertypen des Herbsttyps: Warmer Herbst (Herbst–Frühling), Dunkler Herbst (Herbst–Winter), Weicher Herbst (Herbst–Sommer)

Frühlingstyp

Frühlingstyp

Farben: warm, klar, hell

Merkmale: fröhlich, lebendig, frisch

Hautton: warmes Pfirsich, warmes Beige, neutrales Beige

Haarfarbe: warmblond, goldblond, honigblond, kupferrot

Augenfarbe: Blaugrün, Mintgrün, warmes Braun, Goldbraun

Die schönsten Farben des Frühlingstyps: Wiesengrün, Himmelblau, Limettengrün, Cremegelb, Lachs, Korallrot, Apricot-Rosa, Türkisgrün

Untertypen des Frühlingstyps: Klarer Frühling (Frühling–Winter), Warmer Frühling (Frühling–Herbst), Heller Frühling (Frühling–Sommer)

Die 12 Untertypen

Die 12 Untertypen

Make-up-Farben